Während unser – in Kooperation mit Lumifai – bekannte KI-basierte Markenimage-Report bislang vor allem analysiert, welche Botschaften Skidestinationen selbst über ihre Kanäle aussenden, richtet sich unser Blick nun erstmals konsequent nach außen:
Auf das, was Reisende tatsächlich online über die Marken sagen. Im Zentrum steht dabei ein umfassendes Social Listening über soziale Medien, Nachrichtenportale und Reiseplattformen hinweg. Seit Jahresbeginn (01.01.2026) wurden die 66 führenden Ski-Destinationen rund 63.000-mal online erwähnt. Das Stimmungsbild ist differenziert: Nur etwa 43 % dieser Nennungen fallen positiv aus, während der Großteil neutral oder kritisch bleibt. Gleichzeitig zeigt die Analyse in alter und bekannter „Mountain Management Consulting – Manier“ deutlich, welche Destinationen es schaffen, sich trotz dieses Umfelds ein starkes, positives Online-Image zu erarbeiten.
Spitzenreiter bei der Online-Stimmung
Zillertal Arena erreicht den höchsten Online-Stimmungswert (NPS) mit +47,0 – ein Spitzenplatz, der die herausragend positive Resonanz im Netz widerspiegelt. Dicht dahinter folgen Silvretta Montafon (41,1) und Kleinwalsertal (40,0). Diese Destinationen gehören damit zu den Stimmungssiegern der Saison. Ihr Markenimage profitiert von einer überwältigend positiven Online-Wahrnehmung – ein Wettbewerbsvorteil, der sich in Buchungen und Loyalität auszahlen kann. Marketingteams anderer Regionen können hier anknüpfen: Welche Inhalte sorgen für diese positive Stimmung? Der Report gibt darauf Antworten und ermöglicht es, Erfolgsfaktoren der Besten zu identifizieren.
Community-Power auf Social Media
Die Analyse zeigt auch, welche Resorts online die größte Fan-Dynamik entfalten. Allen voran begeistert Laax mit durchschnittlich rund 8.900 Interaktionen pro Tag auf Facebook, Instagram & Co. – absoluter Höchstwert! Ischgl folgt mit etwa 8.000 täglichen Interaktionen, ebenfalls ein Indikator für eine äußerst aktive Community. Diese enorme Social-Media-Resonanz verdeutlicht: Eine engagierte Online-Community zahlt direkt auf das Markenimage ein. Destinationen, die ihre Fans mit inspirierendem Content und schnellen Reaktionen einbinden, gewinnen an Sichtbarkeit und Loyalität. Laax und Ischgl dienen hier als Vorbilder dafür, wie eine junge, trendbewusste Zielgruppe erfolgreich angesprochen wird.
Damit offenbart die Analyse auch, wo die Markenbilder entstehen. Erstmals wird klar quantifiziert, in welchem Online-Kanal jede Destination besonders stark vertreten ist. So dominieren einige Resorts die sozialen Medien – etwa erzielt Serfaus-Fiss-Ladis einen Social-Media-Anteil von +23,6 % über dem Durchschnitt (im Vergleich zu Bewertungsportalen und Nachrichten), gefolgt von Saas-Fee und Zillertal Arena. Andere wiederum punkten vor allem in der Presse: Ein Val d’Isère etwa erreicht in News-Portalen eine Kanaldominanz von +47,7 %. Wiederum andere (z.B. Schladming) sind überproportional auf Bewertungsplattformen präsent.
Kriseneffekte messbar machen
Der Online-Meinungsindex – gewissermaßen der „Aktienkurs“ der Markenwahrnehmung – reagiert empfindlich auf negative Ereignisse. Ein aktuelles Beispiel ist Crans-Montana: Das tragische Silvester-Unglück Ende letzten Jahres hat den Web Opinion Index der Destination massiv einbrechen lassen. Diese Delle in der Wahrnehmung wirkt bis heute nach. Ob-wohl solche Vorfälle hoffentlich Einzelfälle bleiben, unterstreicht die Langzeitanalyse: Nachhaltiges Reputationsmanagement ist unverzichtbar. Destinationsmarken sollten Krisen kommunikativ aktiv begleiten, um Vertrauensverluste schnell aufzufangen – denn die Daten zeigen, dass Imageschäden andernfalls längerfristig nachhallen können.
Die Reports im Überblick
Ab Mitte April werden diese Social-Listening-Auswertungen erstmals in einem eigenen, saisonübergreifenden Report verfügbar sein: dem Online-Feedback-Report. Er ergänzt den Markenimage-Tracking-Report gezielt, indem er ausschließlich abbildet, wie Skidestinationen online wahrgenommen werden – auf Basis von Beiträgen, Kommentaren, Bewertungen und Berichterstattung in sozialen Medien, Nachrichtenportalen und Reiseplattformen.
Gemeinsam ermöglichen beide Reports ein ganzheitliches Bild der Marke: Während der Markenimage-Tracking-Report analysiert, was eine Destination kommunikativ aussendet, zeigt der Online-Wahrnehmungs-Report, wie diese Inhalte und Erlebnisse im digitalen Raum tatsächlich ankommen und diskutiert werden. Neben quantitativen Kennzahlen umfasst der neue Report auch qualitative Themen- und Inhaltsanalysen, etwa zu Service, Preis-Leistung, Infrastruktur, Nachhaltigkeit oder Krisenereignissen – und macht so die Treiber positiver wie negativer Wahrnehmung transparent.
Marketing- und Kommunikationsverantwortliche erhalten damit ein datenbasiertes Steuerungsinstrument, das von der Content-Optimierung über Reputationsmanagement bis zur strategischen Weiterentwicklung der Marke reicht.
Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auch unter:
https://www.simagazin.com/si-magazin/themen/management-tourismus/favoriten-und-meistkritisierte-skigebiete-erkenntnisse-aus-zwei-rankings/